Sport und Ausdauer

Wasserbedarf beim Yoga

Hinweis: Orientierungswerte für gesunde Erwachsene, keine medizinische Beratung. Im Zweifel ärztlichen Rat einholen.

Wie viel du beim Yoga trinken solltest, hängt stark vom Stil ab. Eine ruhige Einheit unterscheidet sich beim Flüssigkeitsbedarf deutlich von einer schweißtreibenden Session im beheizten Raum. Wer den Unterschied kennt, vermeidet sowohl Unterversorgung als auch ein unangenehm volles Gefühl auf der Matte.

Mehr- oder Minderbedarf

Bei ruhigem Hatha- oder Yin-Yoga liegt der Zusatzbedarf über dem Grundbedarf von etwa 30 bis 35 ml pro Kilogramm meist nur bei rund 0,2 bis 0,3 Liter pro Stunde. Bei kräftigem Vinyasa oder Hot Yoga steigt er auf etwa 0,5 bis 1 Liter pro Stunde.

Vom ruhigen Fluss zum Schwitzen

Sanfte Yogaformen mit langen, gehaltenen Positionen erzeugen wenig Wärme und kosten kaum zusätzliche Flüssigkeit. Kräftige, fließende Stile mit vielen Wiederholungen bringen den Kreislauf dagegen in Schwung und lassen dich spürbar schwitzen. Am stärksten ist der Verlust im beheizten Raum, wo die hohe Umgebungstemperatur die Schweißproduktion deutlich erhöht. Dort können in einer Einheit schnell mehrere Deziliter bis über ein Liter verloren gehen. Weil das Durstgefühl in der Konzentration auf Atmung und Bewegung leicht in den Hintergrund tritt, lohnt es sich, den Bedarf schon vor der Praxis abzuschätzen und nicht erst auf der Matte darauf zu reagieren.

Trinken vor und nach der Praxis

Vor einer ruhigen Einheit reicht es, über den Tag verteilt normal zu trinken und nicht direkt vorher große Mengen aufzunehmen, damit die Positionen angenehm bleiben. Bei kräftigen oder beheizten Stilen trinkst du schon in den Stunden davor ausreichend und stellst eine Flasche griffbereit an die Matte. Während der Praxis genügen wenige Schlucke in den Pausen, ein voller Magen stört bei Drehungen und Umkehrhaltungen. Nach dem Schwitzen gleichst du den Verlust über die folgenden Stunden aus, bei Hot Yoga sinnvollerweise mit etwas Elektrolyten. So bleibt der Kreislauf stabil und die Regeneration läuft rund.

Warnzeichen für Dehydrierung

  • Schwindel beim Aufrichten aus Umkehrhaltungen
  • Kopfschmerzen nach einer beheizten Einheit
  • Trockener Mund und Konzentrationsabfall auf der Matte
  • Muskelzucken oder Krämpfe während gehaltener Positionen
  • Wenig und dunkler Urin nach intensiver Praxis

Praktische Trink-Strategie

  • Über den Tag verteilt gleichmäßig trinken statt kurz vorher viel
  • Bei kräftigem oder Hot Yoga eine Flasche an die Matte stellen
  • Während der Praxis nur wenige Schlucke in Pausen nehmen
  • Nach Hot Yoga Flüssigkeit mit etwas Elektrolyten kombinieren
  • Die Trinkmenge am Stil und an der Raumtemperatur ausrichten
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Häufige Fragen

Sollte ich vor Yoga viel trinken?

Trinke lieber über den Tag verteilt gleichmäßig. Große Mengen direkt vor der Praxis machen Drehungen und Umkehrhaltungen unangenehm.

Wie viel brauche ich bei Hot Yoga zusätzlich?

Im beheizten Raum verlierst du oft 0,5 bis 1 Liter pro Stunde. Trinke schon vorher gut und gleiche den Rest nach der Einheit mit etwas Elektrolyten aus.

Darf ich während der Yogastunde trinken?

Ja, aber nur kleine Schlucke in den Pausen. Ein voller Magen stört bei vielen Haltungen mehr, als er nützt.

Weitere Situationen

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