Sport und Ausdauer

Wasserbedarf beim Schwimmen

Hinweis: Orientierungswerte für gesunde Erwachsene, keine medizinische Beratung. Im Zweifel ärztlichen Rat einholen.

Im Becken fällt das Schwitzen kaum auf, weil die Haut ohnehin nass ist. Trotzdem verliert der Körper beim Schwimmen spürbar Flüssigkeit. Ohne bewusstes Trinken zwischen den Bahnen entsteht leicht ein Defizit, das die Ausdauer im Wasser bremst.

Mehr- oder Minderbedarf

Zusätzlich zum Grundbedarf von etwa 30 bis 35 ml pro Kilogramm verliert man beim Schwimmen häufig 0,3 bis 0,7 Liter pro Stunde. In warmem Hallenwasser oder bei intensivem Training kann der Verlust höher liegen.

Schwitzen unter Wasser

Auch im Wasser produziert der Körper Schweiß, um die Wärme aus der Muskelarbeit abzugeben. Weil der Schweiß sofort abgespült wird und die Haut nass bleibt, fehlt das gewohnte Gefühl der Anstrengung, und der Durst meldet sich oft verzögert. Zusätzlich trocknet die warme, gechlorte Hallenluft die Schleimhäute aus. So kann in einer längeren Trainingseinheit unbemerkt ein Defizit entstehen, das Kraft und Technik verschlechtert. Gerade Kinder und ältere Schwimmer neigen dazu, im Becken zu wenig zu trinken, weil die klassischen Durstsignale durch die Umgebung überdeckt werden.

Trinken am Beckenrand

Stelle eine Flasche gut erreichbar an den Beckenrand und trinke in jeder längeren Pause zwischen den Serien ein paar Schlucke. Für Einheiten unter einer Stunde reicht in der Regel Wasser, bei intensiven oder langen Trainings können Elektrolyte sinnvoll sein. Achte darauf, schon vor dem Training gut versorgt zu sein, damit du nicht mit einem Defizit startest. Nach dem Schwimmen gleichst du den restlichen Verlust über die folgenden Stunden aus. Ein Blick auf die Urinfarbe hilft, den eigenen Stand einzuschätzen, weil das Durstgefühl im Wasser wenig verlässlich ist.

Warnzeichen für Dehydrierung

  • Frühzeitige Ermüdung und schlechter werdende Technik
  • Trockener Mund und Halsreiz nach dem Training
  • Kopfschmerzen nach längeren Einheiten
  • Wadenkrämpfe während oder nach dem Schwimmen
  • Wenig und dunkler Urin nach dem Training

Praktische Trink-Strategie

  • Eine Trinkflasche gut sichtbar an den Beckenrand stellen
  • In jeder Serienpause ein paar Schlucke nehmen
  • Schon vor dem Training ausreichend trinken
  • Bei intensiven Einheiten Elektrolyte ergänzen
  • Die Urinfarbe statt des Durstgefühls als Orientierung nutzen
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Häufige Fragen

Muss ich beim Schwimmen wirklich trinken?

Ja, auch im Wasser schwitzt der Körper. Weil die Haut nass ist und der Durst verzögert kommt, entsteht sonst leicht ein Defizit von 0,3 bis 0,7 Liter pro Stunde.

Warum habe ich nach dem Hallenschwimmen einen trockenen Hals?

Die warme, gechlorte Hallenluft trocknet die Schleimhäute aus. Regelmäßiges Trinken am Beckenrand und nach dem Training gleicht das aus.

Reicht Wasser oder brauche ich Elektrolyte?

Für Einheiten unter einer Stunde genügt meist Wasser. Bei langem oder intensivem Training können Elektrolyte helfen, den Salzverlust auszugleichen.

Weitere Situationen

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