Krankheit und Genesung

Wasserbedarf bei Durchfall

Hinweis: Orientierungswerte für gesunde Erwachsene, keine medizinische Beratung. Im Zweifel ärztlichen Rat einholen.

Durchfall ist eine der häufigsten Ursachen für einen raschen Flüssigkeitsverlust, weil mit jedem Stuhlgang Wasser und wichtige Salze verloren gehen. Der Ausgleich ist entscheidend, damit der Kreislauf stabil bleibt. Besonders bei Kindern und älteren Menschen ist Vorsicht geboten.

Mehr- oder Minderbedarf

Zusätzlich zum Grundbedarf von etwa 30 bis 35 ml pro Kilogramm muss jeder flüssige Stuhlgang ersetzt werden, oft mit rund 0,2 bis 0,3 Liter pro Episode. Bei häufigem oder starkem Durchfall summiert sich das schnell auf mehrere Liter am Tag.

Warum Durchfall so stark entwässert

Bei Durchfall zieht der Darm nicht genug Wasser aus dem Nahrungsbrei zurück, sodass große Mengen Flüssigkeit mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Gemeinsam mit dem Wasser gehen Salze wie Natrium und Kalium verloren, die für Kreislauf und Muskelfunktion wichtig sind. Anders als bei Schwitzen kann der Verlust hier sehr schnell gehen, weshalb sich eine Austrocknung binnen Stunden entwickeln kann. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen, bei denen ein Defizit rasch bedrohlich wird. Reines Wasser allein gleicht den Salzverlust nicht aus, weshalb der gezielte Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten im Vordergrund steht.

Flüssigkeit und Salze ersetzen

Trinke nach jedem flüssigen Stuhlgang eine zusätzliche Portion, am besten in kleinen Schlucken, damit der Magen nicht überfordert wird. Für den Ausgleich von Salzen eignen sich orale Rehydratationslösungen aus der Apotheke besonders gut, weil sie Wasser, Zucker und Salze in geeignetem Verhältnis liefern. Klare Brühe und verdünnte Getränke können ergänzen, sehr zuckerhaltige Limonaden sind dagegen ungünstig. Behalte die Urinfarbe und die Menge im Blick und achte auf Warnzeichen der Austrocknung. Bei Kindern, älteren oder geschwächten Menschen sowie bei Durchfall über mehrere Tage sollte frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden.

Warnzeichen für Dehydrierung

  • Starker Durst und trockener Mund
  • Deutlich verringerter oder sehr dunkler Urin
  • Schwindel oder Benommenheit beim Aufstehen
  • Eingesunkene Augen und stehende Hautfalten
  • Zunehmende Schwäche oder Verwirrtheit

Praktische Trink-Strategie

  • Nach jedem flüssigen Stuhlgang eine zusätzliche Portion trinken
  • Orale Rehydratationslösungen aus der Apotheke nutzen
  • In kleinen Schlucken statt großer Mengen trinken
  • Klare Brühe ergänzen und sehr zuckerhaltige Getränke meiden
  • Urinfarbe und Warnzeichen der Austrocknung im Blick behalten
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Häufige Fragen

Reicht Wasser bei Durchfall aus?

Wasser allein ersetzt die verlorenen Salze nicht. Besser sind orale Rehydratationslösungen, die Wasser, Zucker und Elektrolyte in geeignetem Verhältnis liefern.

Wie viel muss ich bei Durchfall nachtrinken?

Ersetze jeden flüssigen Stuhlgang zusätzlich, oft mit rund 0,2 bis 0,3 Liter pro Episode. Bei häufigem Durchfall summiert sich das auf mehrere Liter am Tag.

Wann ist Durchfall gefährlich?

Bei Zeichen der Austrocknung, Blut im Stuhl, hohem Fieber oder wenn er mehrere Tage anhält. Bei kleinen Kindern und älteren Menschen ist schon früher Vorsicht geboten.

Weitere Situationen

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