Ernährung und Ziele

Wasserbedarf bei Alkohol und Kater

Hinweis: Orientierungswerte für gesunde Erwachsene, keine medizinische Beratung. Im Zweifel ärztlichen Rat einholen.

Alkohol wirkt stark harntreibend und entzieht dem Körper mehr Flüssigkeit, als das Getränk selbst liefert. Ein großer Teil der typischen Katersymptome geht auf diese Austrocknung zurück. Mit bewusstem Trinken lässt sich der Effekt zumindest abmildern.

Mehr- oder Minderbedarf

Alkohol erhöht den Bedarf über den Grundbedarf von etwa 30 bis 35 ml pro Kilogramm hinaus deutlich, weil jedes Glas zu vermehrter Urinausscheidung führt. Als grobe Orientierung hilft ein Glas Wasser zusätzlich zu jedem alkoholischen Getränk sowie reichliches Nachtrinken am Folgetag.

Warum Alkohol austrocknet

Alkohol hemmt ein Hormon, das normalerweise die Wasserrückgewinnung in den Nieren steuert. Dadurch scheidet der Körper mehr Urin aus, als über das Getränk aufgenommen wird, und es entsteht ein Flüssigkeitsdefizit. Mit dem Wasser gehen auch Salze verloren. Ein Großteil der Katersymptome wie Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Müdigkeit und Schwindel hängt mit dieser Austrocknung und dem gestörten Mineralstoffhaushalt zusammen. Dazu kommen Abbauprodukte des Alkohols, die zusätzlich belasten. Je höher der Alkoholgehalt und je größer die Menge, desto ausgeprägter fällt der Effekt aus. Deshalb ist der Ausgleich von Flüssigkeit und Salzen eine der wirksamsten Maßnahmen, um einen Kater abzumildern.

Vorbeugen und am Morgen danach

Am wirksamsten ist es, schon während des Trinkens gegenzusteuern und zu jedem alkoholischen Getränk ein Glas Wasser zu trinken. Ein größeres Glas Wasser vor dem Schlafengehen hilft, das Defizit zu verringern. Am Morgen danach gleichst du den Verlust mit reichlich Wasser sowie einer salzhaltigen Mahlzeit oder Brühe aus, um auch die Mineralstoffe zu ersetzen. Der beste Schutz vor einem Kater bleibt jedoch ein maßvoller Alkoholkonsum. Kaffee kann die Müdigkeit kurzzeitig überdecken, gleicht das Flüssigkeitsdefizit aber nicht aus. Bei starker Übelkeit hilft der behutsame Ausgleich in kleinen Schlucken.

Warnzeichen für Dehydrierung

  • Starke Kopfschmerzen und Mundtrockenheit am Morgen danach
  • Schwindel und Kreislaufschwäche beim Aufstehen
  • Dunkler Urin und starkes Durstgefühl
  • Übelkeit, bei der das Trinken schwerfällt
  • Ausgeprägte Müdigkeit und Konzentrationsschwäche

Praktische Trink-Strategie

  • Zu jedem alkoholischen Getränk ein Glas Wasser trinken
  • Vor dem Schlafengehen ein größeres Glas Wasser nehmen
  • Am Morgen danach reichlich Wasser und salzhaltige Brühe kombinieren
  • Den Alkoholkonsum insgesamt maßvoll halten
  • Bei Übelkeit den Ausgleich in kleinen Schlucken angehen
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Häufige Fragen

Warum macht Alkohol durstig?

Alkohol hemmt ein Hormon, das die Wasserrückgewinnung in den Nieren steuert. Dadurch wird mehr Urin ausgeschieden, als das Getränk liefert, und es entsteht ein Flüssigkeitsdefizit.

Hilft Wassertrinken gegen den Kater?

Ausreichendes Trinken mildert Kopfschmerzen und Mundtrockenheit, weil ein großer Teil der Symptome auf die Austrocknung zurückgeht. Es beseitigt den Kater aber nicht vollständig.

Was hilft am Morgen nach dem Trinken?

Reichlich Wasser zusammen mit einer salzhaltigen Mahlzeit oder Brühe gleicht Flüssigkeit und Mineralstoffe aus. Bei Übelkeit sind kleine Schlucke besser als große Mengen.

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