Klima und Umgebung

Wasserbedarf beim Höhentraining

Hinweis: Orientierungswerte für gesunde Erwachsene, keine medizinische Beratung. Im Zweifel ärztlichen Rat einholen.

In großer Höhe verliert der Körper mehr Flüssigkeit, ohne dass man stärker schwitzt. Schnellere Atmung, trockene Luft und eine vermehrte Urinausscheidung treiben den Bedarf nach oben. Wer das unterschätzt, riskiert Leistungseinbußen und verschärft die Höhensymptome.

Mehr- oder Minderbedarf

Über den Grundbedarf von etwa 30 bis 35 ml pro Kilogramm hinaus kommen in der Höhe häufig rund 1 bis 1,5 Liter zusätzlich hinzu. Bei körperlicher Belastung und in großer Höhe kann der Bedarf weiter ansteigen.

Warum die Höhe austrocknet

In der Höhe ist der Sauerstoffgehalt der Luft geringer, weshalb du schneller und tiefer atmest. Über die vermehrte Atemluft verliert der Körper deutlich mehr Wasser, besonders weil die Höhenluft sehr trocken und kalt ist. Zusätzlich scheidet der Körper in den ersten Tagen der Anpassung mehr Urin aus. Diese Verluste laufen unauffällig ab, weil man sie anders als beim Schwitzen kaum spürt. Ein entstehendes Defizit verstärkt Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit, die ohnehin zur Höhenanpassung gehören, und macht es schwerer, sie von einer beginnenden Höhenkrankheit zu unterscheiden. Deshalb ist konsequentes Trinken in der Höhe besonders wichtig.

Trinken in der Höhe

Trinke von Beginn an regelmäßig und verlasse dich nicht auf das Durstgefühl, das in der Höhe wenig verlässlich ist. Warme Getränke sind angenehm, weil die Umgebung kalt ist und der Griff zur kalten Flasche sonst oft ausbleibt. Achte auf eine helle Urinfarbe als einfachen Kontrollpunkt und passe die Menge an. Gleichzeitig gilt es, nicht ins andere Extrem zu verfallen: Sehr große Wassermengen ohne ausreichende Salzzufuhr können den Natriumspiegel senken. Ergänze deshalb bei langen Belastungen Elektrolyte oder salzhaltige Nahrung. Alkohol solltest du in der Anpassungsphase meiden, weil er zusätzlich entwässert.

Warnzeichen für Dehydrierung

  • Verstärkte Kopfschmerzen über die übliche Anpassung hinaus
  • Ausgeprägte Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Trockener Mund und rissige Lippen
  • Deutlich verringerter oder sehr dunkler Urin
  • Schwindel und Konzentrationsprobleme bei Belastung

Praktische Trink-Strategie

  • Von Anfang an regelmäßig trinken, unabhängig vom Durst
  • Warme Getränke bevorzugen, damit der Griff zur Flasche leichter fällt
  • Die Urinfarbe als Kontrollpunkt für die Menge nutzen
  • Bei langer Belastung Elektrolyte oder salzhaltige Nahrung ergänzen
  • Alkohol in der Anpassungsphase meiden
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Häufige Fragen

Warum brauche ich in der Höhe mehr Wasser?

Du atmest schneller und verlierst über die trockene Höhenluft mehr Flüssigkeit. Zusätzlich scheidet der Körper in der Anpassungsphase mehr Urin aus.

Hilft viel Trinken gegen die Höhenkrankheit?

Gute Flüssigkeitsversorgung beugt einem Defizit vor und lindert unspezifische Beschwerden, ersetzt aber keine langsame Anpassung. Bei echten Symptomen ist ärztlicher Rat nötig.

Kann ich in der Höhe zu viel trinken?

Ja, sehr große Mengen ohne ausreichend Salz können den Natriumspiegel senken. Ergänze bei langen Belastungen Elektrolyte und orientiere dich an der Urinfarbe.

Weitere Situationen

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